Wie alles begann

Fast 30 Jahre lang habe ich recht gern Bier getrunken, also Pils und Hefeweizen. War auch mal ein bayrisches Hell dabei oder ein Guinness im Pub. Mehr kannte ich nicht. 

 

Das Erweckungserlebnis kam 2015 auf einer Dublin-Reise. In einem Irland-Newsletter bin ich auf einen Artikel über irische Craft Beer-Brauereien gestoßen, die Biere mit witzigen Namen brauten und sie in Flaschen mit abgefahrenen Etiketten abfüllten. Da war von verschiedenen Ales, IPA, Barley Wine, Imperial Stout und Baltic Porter die Rede. Kannte ich alles nicht.

 

Da musste ich hin. Die Pubs von Portherhouse und der Galway Bay Brewery habe ich noch in Erinnerung. Dort habe ich einzigartige Geschmackserlebnisse und eine völlig neue Sicht auf Bier und seine Vielfalt gewonnen. Bei Galway wurde sogar mit einer Handpumpe gezapft. Bier war jetzt mein Thema. Craft Beer.

Nach der Reise habe ich mir die beiden deutschen Craft Beer-Zeitschriften gekauft. Die erste habe ich am Stück gelesen, 124 Seiten. Am Ende fand ich eine Übersicht über Craft Beer Events. Das nächste war  die 1. Mainzer CraftBeerMesse. Ich war mittlerweile so euphorisiert, dass ich sogar meine Frau - keine Bier-Liebhaberin bis dahin - davon überzeugte mitzukommen.

Der Messe-Besuch hat mich überwältigt: eine tolle Location mit stylishen Ständen, coolen Typen vor und hinter dem Tresen, alle Leute waren irgendwie gut drauf. Und erst die Bierauswahl mit mir völlig unbekannten Aromen. Seit diesem Tag bin ich endgültig vom Craft Beer-Fieber gepackt und nutze jede Möglichkeit, geschmackliche Entdeckungen zu machen.

 

Für alle, die vom gleichen Virus erfasst sind, gibt es diese Website. Besucht die Craft Beer Events. Nirgendwo habt ihr eine bessere Gelegenheit, euch mit so viel Brauern und Bierliebhabern auszutauschen. Mit jedem Besucher werden die Brauer, die viel Herzblut und Geld in ihre Arbeit stecken, darin bestärkt, weiter ihr Bestes zu geben und uns immer wieder mit neuen Kreationen zu überraschen. 

Thomas Leinberger
Bierliebhaber I Biersommelier I Hobbybrauer